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Die 4 Phasen des Ref – Einblicke aus erster Hand

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(C) Canva

Mein Referendariat begann am 01. Mai 2017 an einer hessischen Schule. Die ersten Tage waren sehr aufregend. Viele neue Gesichter, Räume und Regeln – alles zur selben Zeit. Gut, dass das Referendariat aus vier Phasen besteht, die Dich aufbauend zum Abschluss führen. Über diese vier Phasen, bekommst Du hier die wichtigsten Einblicke.

1. Phase – Das Einführungssemester

Das Einführungssemester dient dem Kennenlernen von Seminaren und Schulumgebung. In dieser Phase hältst Du noch keinen eigenverantwortlichen Unterricht, Du hospitierst. Anfangs nach Stundenplan und später, entscheidest Du, welche Stunde Du besuchst. Für jedes Fach steht Dir ein*e Mentor*in aus dem Kollegium zur Seite. Solltet ihr miteinander nicht auskommen, kannst Du jederzeit den Wunsch äußern, zu wechseln. Nach meinem ersten Tag am Studienseminar, stand das Kennenlernen der Ausbildungsschule an. Mein Eindruck: Positiv. Das Kollegium ist freundlich und alle bemühen sich, mir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich hatte nie den Eindruck, aufdringlich zu sein, oder zu stören. Etwas, dass ich aus ersten Gesprächen mitgenommen habe und Dir ans Herz legen möchte: Lass Dich von der bürokratischen Informationsflut nicht überwältigen. Anfangs hat hier jeder seine Schwierigkeiten, bis diese zur Gewohnheit werden.

2. & 3. Phase – Die Hauptsemester

Die beiden Hauptsemester, H1 und H2, stehen im Zeichen des eigenverantwortlichen Unterrichts. Zum ersten Mal betreust Du eigene Kurse. Das wird aufregend. Auch Deine Schüler sind gespannt auf ihre neue Lehrkraft. Wenn Du authentisch bleibst, schafft das Vertrauen und eine gute Basis für die Zusammenarbeit. Größere Probleme im Umgang mit Lernenden hatte ich nie. Die zweite große Neuerung der Hauptsemester sind die Unterrichtsbesuche. Vom Studienseminar besuchen Ausbilder*innen Deinen Unterricht und bewerten diesen. Ausbilder*innen achten sehr auf Deine Vorbereitung. Dazu musst Du einen Unterrichtsentwurf schreiben, in dem Du die Lerngruppe, die Unterrichtsreihe, sowie didaktische und methodische Überlegungen vorstellst. Nach der Durchführung gibt es ein Reflexionsgespräch. Das kann eine belastende Situation sein, zumal Du einige Faktoren, wie das Verhalten der Lernenden, kaum beeinflussen kannst. Aber die meisten Ausbilder*innen berücksichtigen solche "höhere Gewalt".

4. Phase – Das Prüfungssemester

Das vierte Semester beinhaltet die abschließende Prüfung. Diese verlangt von Dir die schriftliche pädagogische Facharbeit und die mündliche Prüfung. Zusätzlich gibt es ein Gutachten der Schulleitung über Deine Arbeit. Unterrichtsbesuche und Seminare hast Du weiterhin. Das alles kann stressig sein. Ich kann jedoch sagen, dass ich meine Zeit im Referendariat genossen habe. Mit den richtigen Leuten und im richtigen Umfeld, ist alles nur halb so schlimm.

Fazit

Ich habe viele Menschen kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte und viele bereichernde Erfahrungen erlebt. Die Arbeit mit Lernenden ist herausfordernd, aber auch motivierend und jede Mühe wert.

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