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Lehrer zieht es nach Sachsen. Eine Bildungsreform.

von Admin

Stell Dir vor, Du bist Kultusminister von Sachsen und Deine Lehrerzimmer stehen leer. Dein Problem: Viele Lehrer treten den wohlverdienten Ruhestand an, doch nur wenige kommen nach. Du musst Maßnahmen ergreifen. Und zwar umfassende.

Im Jahr 2018 tritt das neue "Handlungsprogramm Nachhaltige Sicherung der Bildung im Freistaat Sachsen" in Kraft. Sachsen soll im bundesweiten Vergleich gestärkt werden. Es gilt LehrerInnen aus anderen Bundesländern abzugewinnen und die Bedingungen der eigenen zu verbessern. Das ist ambitioniert – doch welche Maßnahmen können das verwirklichen? Hier kommen die Big Five:

Erstens: Verbeamtet bleiben trotz Wechsel nach Sachsen

Sachsen übernimmt zur Bedarfsdeckung bereits verbeamtete Lehrkräfte aus anderen Bundesländern. Heißt: Wenn Du als verbeamteter Lehrer nach Sachsen wechseln willst, kostet Dich das in Zukunft nicht mehr Deine Stellung.

Zweitens: Verbeamtung von Anfängern und alten Hasen

Sachsen verbeamtet ab 1. Januar 2019 neu einzustellende Lehrkräfte mit grundständiger Ausbildung. Gleichzeitig wird ausgebildeten Lehrkräften bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres die Möglichkeit eröffnet, sich ebenfalls verbeamten zu lassen. Außerdem werden Lehramtsanwärter*innen ab 1. Januar 2019 im Beamtenverhältnis auf Widerruf eingestellt.

Drittens: Einstellungssicherheit

Wenn Du ReferendarIn in Sachsen bist, hast Du eine Sorge weniger. Die Chance übernommen zu werden ist groß. Zumindest, wenn Du Dich für die Grundschule, Förder- oder Oberschule ausbilden lässt. Dein Dienstherr gibt Dir die Garantie einer festen Einstellung. Vorausgesetzt Du bestehst Dein zweites Examen. Bist Du allerdings einer der vielen ReferendarInnen für das Lehramt an Gymnasien oder Berufsschulen, kommt es auf Deine Fächerkombination an, wie begehrt Du bist.

Viertens: Besser bezahlte GrundschullehrerInnen

Das Gehalt von Grundschullehrer*innen wird auf A13/E13 angehoben. Mit diesem Punkt zeigt Sachsen Weitblick und kann Vorreiter für andere Bundesländer sein. Wieso weniger verdienen für gleiche Arbeit?

Fünftens: Entlastung für alle

LehrerInnen sollen durch eine Vielzahl von Maßnahmen entlastet werden. „Senior-Lehrkräfte“ (LehrerInnen, die länger als nötig im Schuldienst bleiben möchten) können verstärkt für die Ausbildung von ReferendarInnen herangezogen werden und jüngere KollegInnen entlasten.

Des Weiteren sollen Stellen für nicht pädagogisches Personal geschaffen werden. Diese unterstützen ihre Lehrerkollegen als Assistenz. Was darunter zu verstehen ist, wird in dem vom Ministerium veröffentlichten Handlungsprogramm leider nicht genauestens erklärt.

Lange rede, kurzer Sinn: In Sachsen tut sich was und solltest Dich Fragen, ob es nicht Deine Chance ist.

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