Umgang mit Eltern

Kaum ein Beruf wird so viel diskutiert wie der des Lehrers! Nach einem Studium mit dem Abschluss Staatsexamen oder einem gleichwertigen Abschluss beginnt die Referendariatszeit, auch Vorbereitungsdienst genannt, die 12 bis 24 Monate je nach Bundesland dauern kann.

Damit beginnt die Zeit des immer wieder täglich auftretende Spannungsfeldes, das man als Dreieck »Lehrer – Schüler – Eltern« erlebt.

Gedanken zum Thema 

Nachdem einige Gedanken zu den Themen Umgang mit Schülern und angesprochen wurden, geht es nun um das manchmal heikle Thema »Umgang mit Eltern«. Die Presse ist voll mit Artikeln über das außerordentlich große Konfliktfeld, das sich aus dem Umgang von Eltern mit Lehrern ergeben kann. 

Am Dienstag, 27.09.2016 in Spiegel online zu lesen:

»Tatsächlich graut es nicht nur Eltern vor den Abenden in den Klassenzimmern ihrer Kinder, sondern auch vielen Lehrern. Denn jedes Jahr treten sie aufs Neue an: Die Besserwisser, die Notenfeilscher, die Ängstlichen - und weitere Eltern-Typen, die der Lehrer und Autor Stephan Borchers identifiziert hat.«

Den gesamten Artikel kannst Du hier lesen.

Elterngespräche und Elternabende 

Tatsache ist, dass Elterngespräche und Elternabende zu dem Beruf des Lehrers gehören. Und diese Gespräche sind nicht immer angenehm. Abwertungen, Schuldzuweisungen und Vorwürfe von überaus besorgten Eltern gehören dazu. Dies äußert sich dann in Begriffen wie z. B. Helikoptereltern. 

Tatsachen wertfrei darstellen und ruhig auftreten, das ist ein guter Anfang - jedoch verlaufen manche Gespräche auch dermaßen intensiv, dass der Referendar/ Lehrer sich fragt: Welche rechtlichen Mittel habe ich denn überhaupt? Habe ich z. B. das Weisungsrecht, die Eltern des Besprechungsraumes zu verweisen?

Doch soweit sollte es nicht kommen, denn dann ist die Kommunikation richtig schief gelaufen. Die am meisten diskutierten Themen sind die Vergabe der Noten und auch disziplinarische Maßnahmen. 

Wenn am Ende des Gespräches ein tragfähiges Ergebnis stehen soll, ist professionelle Kommunikation gefragt. Viele Dinge sind dabei unter einen Hut zu bringen:

  • Das Ergebnis muss sachlich und rechtlich vertretbar sein.
  • Beide Seiten sollten als Gewinner aus dem Gespräch gehen.
  • Das Ergebnis sollte den Bedürfnissen des Kindes gerecht werden.

Gerade in intensiven und emotional aufgeladenen Gesprächen mit Eltern kann es sehr schwer sein, den Überblick zu behalten und diesen drei Zielstellungen gerecht zu werden. 

Weitere Informationen

Um Dich dabei zu unterstützen, bieten wir Dir ein Webinar an, das sich mit den folgenden Schwerpunkten beschäftigt:

  • Woran erkenne ich, dass ein Gespräch in einen Konflikt steuert?
  • Wie kann ich vermeiden, dass es im Gespräch zu einem Konflikt kommt?
  • Wenn es zum Konflikt gekommen ist – wie kann ich deeskalieren?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, im Konflikt konstruktiv zu bleiben?

Weitere Informationen dazu findest Du hier.