Kredit und Finanzierung

Was kostet ein Studium überhaupt, welche Ausgaben fallen pro Semester bzw. monatlich an und sind zu berücksichtigen? Welche unterschiedlichen Formen der Studienfinanzierung gibt es? Unsere Seiten zum Studienkredit, BAföG, Girokonto und Stipendien dienen Dir dazu, Dich über verschiedene Formen der Studienfinanzierung zu informieren. 

Oft bietet auch die zentrale Studienberatung sowie die Sozialberatung des Studierendenwerks Deiner Universität eine Beratung in einem persönlichen Gespräch zu allen sozialen Fragen rund um das Studium an. Um nähere Informationen zur Auskunft, Ansprechpartnern und Sprechzeiten zu erhalten, wirfst Du am besten einen Blick auf die Webseite Deiner Universität.

Lebenshaltungskosten während des Studiums

Als Studenten entstehen Ausgaben für die Lebenshaltung, das Wohnen und für notwendige Versicherungen. Die Lebenshaltungskosten sind abhängig von der Wohnsituation, vom Hochschulsport, von Alter und Geschlecht, vom Studiengang, von der Mobilität, aber auch von persönlichen Ansprüchen.

Die monatlichen Lebenshaltungskosten von Studierenden in Deutschland betragen (inklusive einer monatlichen Summe für Semesterbeiträge und Krankenversicherung) durchschnittlich etwa 850 €, wobei für die Miete zwischen 300 und 380 € anzusetzen sind. Der Mietpreis richtet sich vor allem nach der Wohnform und selbstverständlich auch nach der Lage.

 

Finanzierungsmöglichkeiten

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten, um sein Studium zu finanzieren. Dazu gehören:

  • Finanzielle Unterstützung durch die Eltern
  • Kindergeld
  • BAföG
  • Stipendien
  • Jobben
  • Studienkredite
  • Studienbeitragsdarlehen
  • Bildungskredit

Im Folgenden geben wir Dir einen kurzen Überblick zu den einzelnen Finanzierungsvarianten.

 

Finanzielle Unterstützung durch die Eltern

Bei den meisten Studenten wird der Großteil der Kosten von den Eltern oder Verwandten getragen. Laut Gesetz sind Deine Eltern auch dazu verpflichtet, Deine erste Ausbildung zu finanzieren. Dies ist jedoch nur im Rahmen der finanziellen Mittel möglich. Weiterhin gilt dabei die Voraussetzung, dass die Regelstudienzeit eingehalten wird.

Bei einem Studium an einer Privathochschule oder im Ausland steigen die Kosten noch einmal um ein Vielfaches. Folglich müssen sich viele Studenten weitere Finanzierungsquellen suchen, um die Kosten zu bewältigen.

 

Kindergeld

Deine Eltern haben bis zur Vollendung Deines 25. Lebensjahres Anspruch auf Kindergeld. Die Höhe des Kindesgeldes ist dabei unter anderem von der Zahl der Geschwister abhängig. Seit 2012 wird das Kindergeld unabhängig von den eigenen Einkünften gezahlt. Dies gilt jedoch nur für das Erststudium und bei einer Arbeitswoche von weniger als 20 Stunden.

In Absprache mit Deinen Eltern können sie Dir dieses Geld zur Finanzierung Deines Studiums bereitstellen.

 

BAföG

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz BAföG) stellt eine staatliche Studienförderung dar. Es setzt sich zur einen Hälfte aus einem staatlichen Zuschuss und zur anderen Hälfte aus einem zinslosen Kredit zusammen, der nach Absolvierung des Studiums und beruflicher Tätigkeit zurückgezahlt werden muss. Detailliertere Informationen zur Fördersumme, Antragstellung, Kriterien und Rückzahlung sowie hilfreiche Links findest Du auf unserer Seite zum BAföG.

Stipendien

Stipendien stellen eine attraktive Möglichkeit zur Finanzierung seines Studiums dar. Dabei ist es ein weitverbreiteter Irrtum, dass eine solche Förderung nur bei einem Notendurschnitt von 1,0 vergeben wird. Es gibt weitere Kriterien, die berücksichtigt werden und oft auch durchschnittliche Leistungen aufwerten können. Dazu zählt unter anderem soziales Engagement. 

Mit der Bewerbung um ein Stipendium ist meist ein größerer Aufwand verbunden. Dieser zahlt sich jedoch aus, da Stipendien nicht zurückgezahlt werden müssen. Weitere nützliche Informationen zu Stipendien sowie Links zu wichtigen Stiftungen innerhalb Deutschland findest Du auf unserer Seite zu Stipendien.

 

Nebenjob

Viele Studenten suchen sich zur Finanzierung ihres Studiums einen Nebenjob. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass das Studium weiterhin Vorrang hat. Aus diesem Grund sollte der Stundenumfang nicht mehr als 20 Stunden pro Woche betragen. Darauf sollte nicht nur wegen des Arbeitsaufwands im Studium geachtet werden, sondern auch wegen der Tatsache, dass viele Krankenversicherungen ihre Versicherten bei einer höheren Arbeitszeit nicht mehr als Studenten einstufen und folglich höhere Beiträge verlangen. Zudem kann dieses Zusatzeinkommen sich auf andere Einnahmequellen wie das BAföG auswirken. Bei einem monatlichen Verdienst von mehr als 400 € wird dieses zum Beispiel gekürzt. Weiterhin sind bei einem höheren Gehalt Sozialabgaben wie Renten- und Krankenversicherung oder Steuern zu zahlen. Diesbezüglich ist erneut die 20-Stunden-Regelung wichtig. Als Studierender solltest Du während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden arbeiten, um geringere Sozialabgaben leisten zu müssen. Die vorlesungsfreie Zeit ist hingegen von dieser Regelung ausgenommen.

Im Monat können bis zu 753 € verdient werden, ohne Steuern zahlen zu müssen. Im Jahr liegt der Grundfreibetrag für Studenten bei 8.004 € pro Jahr. Insbesondere in der vorlesungsfreien Zeit sollte darauf geachtet werden, dass dieser durch eine mögliche höhere Anzahl an Arbeitsstunden pro Woche nicht überschritten wird. In der Steuererklärung können 1.000 € als Arbeitnehmerpauschalbetrag und 36 € als Sonderausgabenpauschalbetrag angerechnet werden, wodurch der Grundfreibetrag jährlich bis zu 9.040 € betragen kann. 

Um einen passenden Nebenjob für Dich zu finden, haben wir hier ein paar Jobbörsen für Dich aufgelistet. Neben diesen Datenbanken bieten auch viele Hochschulen und Studentenwerke eigene Jobbörsen an, daher lohnt sich auf jeden Fall auch immer ein Blick auf die universitätseigene Webseite! Wir wünschen Dir viel Erfolg bei der Suche!

Studienkredite und -darlehen

Während Studienkredite zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten während des Studiums dienen, beziehen sich Studienbeitragsdarlehen auf die Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen. Dabei gelten bei den verschiedenen Angeboten die Prinzipien eines Darlehens. Es wird zunächst ein Kreditvertrag abgeschlossen. Im Vergleich zu einem gängigen Kredit ist ein Studienkredit nicht an eine Sicherheit gebunden. Weiterhin wird er nicht als Gesamtsumme ausgezahlt, sondern in monatlichen Auszahlungen. Nach Beendigung des Studiums muss der gesamte Betrag inklusive Zinsen und Tilgung zurückgezahlt werden. Folglich muss mehr zurückgezahlt werden, als erhalten wurde.

Nähere Informationen und wichtige Links findest Du auf unserer Seite zum Studienkredit.