LifeHacks für das Studium

Wer ist nicht schon einmal im Laufe seines Studiums an der ein oder anderen Hürde gescheitert. Egal ob es knifflige Klausuren, langweilige Vorlesungen oder fiese Dozenten sind: Keine Angst, du bist nicht alleine! Besonders als LehramtsstudentIn hast du das Glück, auf hilfsbereite Kommilitonen und diverse Ratgeber rund um das Studium und den Lehreralltag zurückgreifen zu können. Als kleine Einstimmung zu allgemeinen Fragen und Problemchen werden hier (präventiv) einige Tipps und Anstöße gegeben, die dir das Leben erleichtern.

#1 Sei pünktlich!

Die als deutsche Urtugend verschriene und unter Studenten gerne belächelte Pünktlichkeit ist nicht nur im (Studien)alltag eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft. Da bei Seminaren oder Übungen die Anzahl der Teilnehmer meist geringer ausfällt und Namen und Gesichter so eher hängenbleiben, empfiehlt es sich, von Anfang an einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das mag vielleicht spießig klingen, aber da Beurteilen und Bewerten – wie wir alle im Studium gelernt haben – niemals gänzlich objektiv sein kann, lassen sich auch Dozenten unterbewusst von solchen Dingen beeinflussen.

Doch nicht nur da spielt das Thema Pünktlichkeit eine zentrale Rolle: Referats- oder Hausarbeitsthemen werden oftmals gleich zu Beginn der Veranstaltung vergeben. Du schleichst dich abgehetzt und zu spät in den Raum? Dann kann es sein, dass du dich in den nächsten Semesterferien mit bildungstheoretischer Didaktik unter Berücksichtigung autobiografischer Paradigmenwechsel auseinandersetzen darfst. Glückwunsch!

 

#2 Kümmer' dich rechtzeitig!

Wo wir gerade beim Thema Hausarbeiten oder Referaten sind: Gerne wird von den Professoren vergessen, dass es noch andere Seminare als ihre eigenen gibt und diese entsprechend nicht der Nabel der Welt sind. Das führt oftmals zu hektischen Wochen, arbeitsreichen Wochenenden und obligatorischen Nachtschichten. Dass der Schreibtisch dann ein Hort für lose Blätter, Kaffeetassen und dutzenden Büchern, deren Leihfrist längst abgelaufen ist, wird, muss nicht sein. Eine gute Struktur und das rechtzeitige Abarbeiten der anstehenden Aufgaben vermeidet oftmals Frust und Zeitdruck. Also wenn dich deine Couch mit Netflix locken möchte, bleib' noch eine Stunde standhaft und vertröste sie einen Augenblick. Rechtzeitig anfangen lohnt sich in jedem Fall!

Eine kleine Anmerkung dazu noch: Um überhaupt in den Genuss von Klausuren oder Hausarbeiten kommen zu können, ist es in der Regel notwendig, sich bei den Dozenten / dem Prüfungsamt / dem Uni-Onlineportal oder sonstigen anzumelden. Auch hier gilt: Unbedingt rechtzeitig nachschauen, wann die entsprechenden Fristen sind. Da eine Vielzahl von LehramtstudentInnen eingeschrieben sind, ist die Mühle der Bürokratie gnadenlos und verzeiht keine Nachlässigkeiten. Damit man durch solche Ärgernisse nicht ausgebremst wird: Lieber zu früh als zu spät darum kümmern.

 

#3 Augen auf bei der Fächerwahl

Ein besonderes Augenmerk sollte auf der Wahl der Fächerkombination liegen. Ganz gleich, ob vor dem Studium, währenddessen oder gar danach: Die einzelnen Fächer haben unterschiedliche Anforderungen an einzelne Kompetenzbereiche und variieren stark im Lern- und Leistungsumfang. Um weder über- noch unterfordert zu sein, sollte man sich am besten im Vorhinein mit den Studieninhalten des Wunschfaches auseinandersetzen; die hohe Quote an Studienabbrechern kommt nicht von ungefähr. Aber auch nach einigen Semestern ist ein Wechsel des Faches natürlich noch möglich.

Darüber hinaus gibt es für einige Fächer wie Kunst, Musik und Sport (auch für das Drittfach) Eignungsprüfungen, deren Inhalte von Uni zu Uni variieren. Infos dazu gibt es auf den Websiten der jeweiligen Hochschule. Abschließend ist zu beachten, dass nicht jede beliebige Kombination in jedem Bundesland zulässig ist. Oftmals werden gewisse Kombinationen, besonders Hauptfächer oder sogenannte Mängelfächer bevorzugt. Mache dir also möglichst früh Gedanken, wohin dich dein Weg als Lehrperson führen soll.

 

#4 Spar' dir die Zeit!

Du hast in der Vorlesung etwas anderes zu tun als zuzuhören oder hast einen Part wegen Tagträumen nicht mitbekommen? Nicht weiter schlimm, du kannst die Vorlesung als Audio-Datei mitschneiden und später nochmal nachhören. Aber natürlich nicht nochmal die vollen 90 Minuten ... Der Trick hierbei ist, sich die Datei in doppelter Geschwindigkeit anzuhören. Was im ersten Moment merkwürdig klingt, kann sich als nützlicher Kniff herausstellen. Getreu dem Motto "Wenn's mal wieder schneller gehen muss".

#5 Spar' dir den Weg!

Für alle, die zu faul sind, in die Bibliothek zu fahren, bietet das 21. Jahrhundert eine bequeme Alternative: Das Internet. Es bietet eine Vielzahl von Büchern, Essays und Papern in digitaler Form. Desweiteren ist der Bestand vieler Bibliotheken für Studenten auch online einsehbar.

Sollte das Literaturverzeichnis mal wieder auf den letzten Drücker zusammengestellt werden, verrät der Online-Katalog der Bibliothek auch Autoren, Titel, Themen, etc ... Einfach zusammen mit allen nötigen Angaben in's Verzeichnis packen – das perfekte Verbrechen.

 

#6 Nimm's nicht zu ernst!

Alle Klausuren rechtzeitig angemeldet, sämtliche Vorlesungen vorbildlich mit geschrieben und nachgearbeitet, tagelang für die Prüfung gebüffelt und am Ende ging trotzdem etwas schief? Egal, ob man mal einen wichtigen Termin vergisst, eine Klausur in den Sand setzt oder sonstiges: Das alles bedeutet noch lange nicht den Weltuntergang und ist kein Grund zur Verzweiflung. Du wirst – genau wie der Großteil deiner Kommilitonen – irgendwann an einen Punkt gelangen, an dem etwas schief geht. Das ist normal und gehört zum Studien- und Berufsalltag dazu. Steck' den Rückschlag weg und nimm deine Fehler nicht zu ernst. Spätestens beim nächsten Abend mit Freunden oder in den Semesterferien sind diese Sorgen vergessen und du kannst dich wieder auf Wesentlicheres konzentrieren. Denn ein Studium soll vor allem auch Spaß machen.